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Wie man sich in einem fremden Haus verhält: Benimmregeln und Volksbräuche
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Ein Besuch ist nicht nur eine höfliche Tradition, sondern ein besonderes Ritual, das seit langem eine heilige Bedeutung hat. Unsere Vorfahren glaubten, dass jedes Haus seinen eigenen Schutzgeist hat, und dass das Verhalten der Gäste sowohl Gutes bringen als auch das Energiegleichgewicht des Hauses stören kann. Deshalb gab es Omen, die verbotenes und erlaubtes Verhalten von Gästen regelten. Viele Menschen halten sich auch heute noch an diese Regeln – und das aus gutem Grund, denn sie haben oft eine logische Grundlage.
Man kann sich nicht auf die Türschwelle eines anderen setzen
In der Antike galt die Schwelle als Grenze zwischen zwei Welten: der inneren, in der die Familie lebt, und der äußeren, unberechenbaren und instabilen. Auf der Schwelle zu sitzen bedeutete, die Grenze des Hauses zu verletzen und die eigene Energie an einem Ort zu lassen, wo sie Disharmonie erzeugen konnte. Außerdem glaubten unsere Vorfahren, dass die Schwelle ein Ort war, an dem sich Streit und schwere Gedanken festsetzten.
Auch aus der Sicht der modernen Etikette macht es Sinn: Ein Gast, der auf der Schwelle sitzt, stört die Bewegungsfreiheit der Gastgeber und erzeugt ein Gefühl des Unbehagens.
Man kann die Sachen der Besitzer nicht zu emotional loben
Man sollte meinen, dass ein aufrichtiges Kompliment nichts Schlechtes ist. Aber dem Glauben nach kann eine übermäßige Begeisterung für ein Objekt im Haus eines anderen Menschen „kleben“, d. h. einen Teil der Energie des Hauses wegnehmen oder sogar den Verderb von Dingen provozieren. Deshalb sagte man früher: „Wenn du etwas lobst, klopfe dreimal auf Holz“, um mögliche negative Auswirkungen zu neutralisieren.
Auch in psychologischer Hinsicht ist eine solche Enthaltsamkeit angebracht: Zu emotionale Schreie können die Besitzer in eine unangenehme Lage bringen.
Lassen Sie das Messer oder die Schere nicht offen oder mit der Klinge nach oben liegen
Wenn ein Gast scharfe Gegenstände in die Hand nimmt, sollte er sie den Omen zufolge nur geschlossen und mit der Klinge zu sich selbst hin legen. Andernfalls, so glaubte man, würden Streitigkeiten, Missverständnisse und harte Worte lange im Haus bleiben.
Unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit ist diese Erklärung absolut praktisch: Offene Messer und Scheren stellen ein Verletzungsrisiko für die Besitzer dar, insbesondere für Kinder. Daher ist die Tradition, scharfe Gegenstände abzudecken und wegzulegen, Teil des kulturellen Verhaltens geworden.
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