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Ungewaschene Teller in der Küche sind kein Zeichen dafür, dass eine Person faul ist, diese Angewohnheit kann etwas ganz anderes über die Persönlichkeit aussagen
Wenn Sie jemals die Küche eines anderen Menschen betreten und einen Haufen schmutziger Teller in der Spüle gesehen haben, ist Ihr erster Gedanke wahrscheinlich, dass die Person faul oder desorganisiert ist. Diese ungewaschenen Teller können uns aber auch etwas ganz anderes über die Person verraten, schreibt VegOut.
In dem Artikel wird eine Studie in der Zeitschrift Psychology Today erwähnt, aus der hervorgeht, dass unsere Einstellung zur Hausarbeit oft tiefere psychologische Muster widerspiegelt.
Der Autor rät daher, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken, was wirklich unter der Oberfläche vor sich geht, bevor man sich selbst für einen wachsenden Haufen Geschirr schimpft oder jemand anderen für sein Geschirr verurteilt.
Die Psychologie besagt, dass solche Menschen 9 gemeinsame Charaktereigenschaften haben
1. sie sind sehr auf wichtigere Prioritäten konzentriert
Kennen Sie diese Menschen, die stundenlang an ihrem Lieblingsprojekt arbeiten können und dabei alles um sich herum vergessen? Das sind die Leute, die wir oft mit einem Haufen angesammeltem Geschirr sehen.
Diese Menschen sind nicht faul; sie arbeiten nach einem Prinzip, das Psychologen als selektive Aufmerksamkeit bezeichnen. Ihre Gehirne teilen die Ressourcen dem zu, was sie im Moment für am wichtigsten halten.
2- Sie spüren die Entscheidungsmüdigkeit stärker
Jede Entscheidung, die wir im Laufe des Tages treffen, zehrt an unserer geistigen Energie. Für manche Menschen scheint selbst die einfache Entscheidung „jetzt oder später abwaschen“ zu schwierig zu sein, wenn sie nach Hause kommen.
Laut der American Psychological Association ist die Entscheidungsmüdigkeit ein echtes Phänomen, das unsere Fähigkeit beeinträchtigt, selbst einfache Entscheidungen zu treffen.
Die Erklärung dafür ist, dass diese Menschen oft gut darin sind, tagsüber wichtige Entscheidungen zu treffen, sich aber völlig erschöpft fühlen, wenn es um kleine Hausarbeiten geht.
3- Sie sind kreative Denker, die sich im kontrollierten Chaos wohlfühlen
Menschen, bei denen sich das Geschirr stapelt, haben oft einen Verstand, der mit einem gewissen Maß an Umweltstimulation besser funktioniert. Ein wenig Unordnung stört sie nicht, weil ihr Gehirn damit beschäftigt ist, Verbindungen herzustellen und Ideen zu entwickeln.
4- Sie haben mit „Zeitblindheit“ zu kämpfen.
Zeitblindheit bedeutet, dass eine Person Schwierigkeiten hat, den Fluss der Zeit zu spüren. Er denkt wirklich: „In fünf Minuten wasche ich das Geschirr ab“, und dann ist es plötzlich drei Stunden später.
In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass diese Eigenschaft häufig bei Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) auftritt, aber auch jeden anderen betreffen kann, der sehr in seine Arbeit vertieft ist.
Diese Menschen versuchen nicht zu prokrastinieren. Es ist nur so, dass ihre innere Uhr anders tickt. Sie verbringen vielleicht ein paar Minuten mit einem Projekt und stellen dann fest, dass Stunden vergangen sind und keine Zeit mehr bleibt, um vor dem Schlafengehen das Geschirr abzuwaschen.
5. Sie sind vom Perfektionismus geheilt
Manchmal lassen Menschen das Geschirr stapeln, weil sie lernen, den Perfektionismus aufzugeben. Wenn sie das Geschirr nicht „richtig“ abwaschen können (was immer das für sie bedeutet – Anm. d. Red.), entscheiden sie sich dafür, es gar nicht abzuwaschen, bis sie genug Zeit und Energie haben.
6. Sie reagieren unterschiedlich empfindlich auf Sinnesreize
Forschungen zur sensorischen Informationsverarbeitung zeigen, dass Menschen sehr unterschiedlich empfindlich auf visuelle Reize reagieren. Was für eine Person störend ist, kann für eine andere völlig unbemerkt bleiben.
Die Erklärung dafür ist, dass Menschen, die ihr Geschirr ungewaschen zurücklassen, oft eine höhere Empfindlichkeit gegenüber visuellen Reizen haben, was bedeutet, dass der Anblick von schmutzigem Geschirr bei ihnen einfach nicht die gleiche Stressreaktion auslöst wie bei anderen.
7. Sie sind Verfechter der Energieeinsparung
In der Veröffentlichung wird darauf hingewiesen, dass manche Menschen instinktiv wissen, wie sie ihre Energie für die wichtigsten Dinge sparen können. Sie haben (bewusst oder unbewusst – Anm. d. Red.) gelernt, dass Energieverschwendung beim Geschirrspülen, wenn sie erschöpft sind, bedeutet, dass sie weniger Energie für wichtige Gespräche, kreative Arbeit oder Selbstfürsorge haben.
8. Sie lehnen eine Kultur der Produktivität ab
Menschen, die das Geschirr stapeln lassen, wehren sich möglicherweise aktiv gegen eine giftige Produktivitätskultur, die behauptet, wir sollten immer etwas „Nützliches“ tun.
Sie erkennen, dass ihr Wert nicht davon abhängt, wie sauber ihre Küche ist.
9. Sie reagieren unterschiedlich auf Stress
Manche Menschen räumen in Stresssituationen auf, während andere die Hausarbeit ganz aufgeben. Wenn sie überwältigt sind, stellt ihr Gehirn die emotionale Regulierung über die äußere Ordnung.
Der Abwasch wird unsichtbar, weil alle geistigen Ressourcen auf die Bewältigung des inneren Zustands konzentriert sind.
